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Literarisches dreesen-lesen Rätsel

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Oh, schon vorbei. Wir bedanken uns an dieser Stelle für das rege Miträtseln, für viele richtige (und auch manche falsche) Lösungen aus allen Teilen der Republik und freuen uns, dass Sie so einen Spaß daran hatten. Zumindest schließen wir das aus der regen Teilnahme und dem Bedauern, das viele uns mit der letzten Lösung übermittelt haben, dass es schon vorbei ist. Der ein oder andere unter Ihnen hatte längst vergessene Autoren/Autorinnen wiederentdeckt und das finden wir schön. Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 hatte in diesem Jahr am 03.07.2022 begonnen. Jeden Sonntag der Sommerferien erschien hier unser literarisches Rätsel. Dann hatten Sie eine Woche Zeit für die Lösung, die Sie uns bis Samstag darauf per Mail an info(at)dreesen-lesen.de übermitteln konnten. Am darauf folgenden Montag wurde unter den richtigen Lösungen dann ein Gewinner/eine Gewinnerin gezogen. Was es zu gewinnen gab? Nur so viel: Es war handsigniert.

Hier nun die Auflösung des letzten Rätsels:

07.08.2022 Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 6/6:

Die Frage: Heute suchen wir mal nicht eine literarische Figur, sondern eine Schöpferin. Diese gesuchte sehr begabte Autorin wurde mehrfach mit rennomierten deutschen Auszeichnungen für ihr literarisches Werk belohnt. Aber heute zählt sie eher zu den fast vergessenen Größen der Literatur. Nach dem Abitur hat sie eine Ausbildung zur Buchhändlerin absolviert. Sie war Angehörige des Adels und heiratete ebenfalls in eine alte badische Adelsfamilie ein. Durch ihre Heirat und die Arbeit ihres Mannes reiste sie sehr viel durch Europa.

Zuerst schrieb sie einige Romane, mit denen sie einigermaßen erfolgreich war. Dann wandte sie sich eher der Lyrik zu. Mit der Lyrik fand sie die Ausdrucksweise, die ihr am meisten lag und mit der sie heute auch noch verbunden wird. Sie wurde Mitherausgeberin einer Monatszeitschrift und wandte sich sehr früh als eine der wenigen Lyrikerinnen dem Hörspiel in den 50er Jahren zu. Der Tod ihres Mannes führte sie in eine Schaffenskrise und von da an wurden ihre literarischen Arbeiten geprägt durch die Auseinandersetzung mit Gefühlen wie Angst, Einsamkeit, Verlust und Trauer. Kenner bescheinigen dieser fast vergessenen Autorin ein besonders Talent in der Darstellung menschlicher Tragödien.

Sie starb überraschend an einer Lungenentzündung nach einem Bad im Meer. Ihre Tochter kümmerte sich um die Tagebücher ihrer Mutter. Es gibt einige Schulen, die ihren Namen tragen. Wen suchen wir?

Kleiner Tipp zum Schluss: Sie wurde im selben Jahr geboren wie Walt Disney.

Die Antwort: Gesucht haben wir Marie Luise Kaschnitz. Eigentlich hieß sie Marie Luise Freifrau Kaschnitz von Weinberg

31.07.2022: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 5/6:

Die Frage: Diesmal suchen wir eine sehr kraftvolle literarische Persönlichkeit, der nichts wirklich fremd im Leben war. Seinem Autor übrigens auch nicht! Beide teilen sich auch den selben Beruf und lebten (der Autor ist vor kurzem verstorben) in einer ehrer abgelegenen deutschen Landschaft im Westen unseres Landes. Der Autor schrieb seine sehr erfolgreiche Reihe um die gesuchte Hauptperson nicht unter seinem bürgerlichen Namen, sondern legte sich ein sogenanntes Geonym zu. Dabei wird der Name eines Ortes oder einer Region zu einem Nachnamen umgewandelt. Er verkaufte über 6 Millionen Bücher seiner bekanntesten Reihe! Wenn man sich das Leben des Autors mit all seinen Höhen und Tiefen (sehr tiefen Tiefen) anschaut, erkennt man vor allem den absoluten Willen, den Dingen auf den Grund zu gehen und nichts für gegeben hinzunehmen. Genau das macht sein Protagonist auch und er macht sich dabei nicht nur Freunde. Und auch das Thema Alkohol und Sucht dürfen nicht fehlen. Trotzdem wollen alle beide, Autor wie auch literarische Figur, auf den Boden des Sees blicken können, egal wie trübe das Wasser darüber ist. Wer ist diese literarische Person und wie heißt ihr Autor?

Kleiner Tipp: Der erste Verlag, der unsere gesuchte Figur herausgebracht hat, sitzt in Dortmund.

Die Antwort: Gesucht war Siggi Baumeister, entsprungen der Feder von Michael Preute alias Jacques Berndorf.

24.07.2022: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 4/6:

Die Frage: Auf in die vierte Runde! Heute suchen wir eine literarische Person, die gar keine Person ist, sondern ein Tier. Dieses Tier ist ein ganz wundervoller Begleiter der Hauptperson des Romans. Diese Hauptperson, deren Name auch den Buchtitel ziert, ist dagegen etwas dümmlich, um es vornehm auszudrücken. Die Figuren im Roman entstanden etwa Mitte der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts und waren in den dreißigern schon international bekannt. Anfang der sechziger Jahre erwarb ein bekannter Hollywoodproduzent die Markenrechte.

Der Autor des berühmten Werkes hatte einen ebenfalls sehr berühmten Lehrer in Literatur und genoss eine sehr gute Schul- und Universitätsbildung. Obwohl er Mathematik und nicht Literatur studiert hat, wurde ein Satiremagazin auf ihn aufmerksam und er wurde Mitherausgeber dieses Magazines.

Tipp: Die Vorlag für die Titelfigur lebte im Londoner Zoo.

Wir suchen den (sehr lautmalerischen) Namen der "grauen" Nebenfigur. Und wo sind die Original"figuren" heute ausgestellt?

Die Antwort: Wir sprechen über Winnie-the-Pooh bzw. Pu der Bär, und haben den Eselfreund "I-Aah" gesucht. Die Plüschfiguren findet man heute übrigens in der New York Public Library.

 

17.07.2022: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 3/6:

Die Frage: Heute suchen wir eine literarische Figur, wie es sie in der Kriminalliteratur nur sehr selten gibt. Der Kommissar ist eigentlich ein typisches Landei (oder eher Bergei, wenn es diesen Begriff geben sollte) und sein Weg in die Hauptstadt dauert fast 20 Jahre. Dieser Kommissar handelt und funktioniert komplett anders, als es der erfahrene Leser gewohnt ist. Er ist langsam im Denken, d.h. er versteht überhaupt nicht, wie Täter durch Nachdenken Taten vorbereiten. Seine große Stärke ist die Intuition! Er "liest" in Menschen und kann belanglose Kleinigkeiten zu einem Gesamtbild zusammensetzen, was seine außergewöhnlichen Erfolge ausmacht. Die Autorin legt ihre Figuren und Verbrechen eher literarisch als denn klischeehaft an und sticht so aus der Masse der Krimiautoren hervor. Der Inspektor, der dem berühmten Kommissar mit dem deutschen Nachnahmen zur Seite steht, ist genau das Gegenteil seines Chefs. Stets vernünftig und überaus systematisch denkend, ergänzen sich die beiden sehr gut. Wie heißen der Kommissar und seine Schöpferin?

Tipp: Die Autorin ist von Hause aus nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Archäologin und Historikerin. Der Name, unter dem sie schreibt, ist ein Pseudonym.

Die Antwort: Gesucht haben wir Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg und die Autorin ist Fred Vargas, was ihr Künstlername ist. Die französische Schriftstellerin heißt mit bürgerlichem Namen Frédérique Audoin-Rouzeau.

 

10.07.2022: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 2/6:
Die Frage:
Unser nächstes Rätsel führt uns zu den Anfängen der Geister-/Horrorliteratur oder wie es im Englischen heißt zu einem Gothic-Roman. Die junge englische Autorin war zu jener Zeit noch vollkommen unbekannt, während ihr zukünftiger Ehemann in der Literatur- und Poesieszene schon sehr erfolgreich war. Sie gehörte zu einer, sagen wir mal vornehm, sehr exzentrischen Gruppe um einen englischen Adligen, der nicht nur durch Poesie, sondern auch durch morbide Feiern bekannt wurde. Sie verweilte in der Schweiz und er lobte den Wettbewerb aus einen Geisterroman zu schreiben. Sie war die einzige Dichterin, die ihr Werk vollendete. Der Roman spielt zum Teil in der Schweiz und auch in Ingolstadt.

Gesucht wird diesmal die Titelfigur des legendären Romans, die aber nicht die Hauptperson des Romans ist, sondern lediglich ihr Schöpfer. Verraten sei nur noch, dass gerade diese Epoche der Medizin sehr viele neue Erkenntnisse bescherte, auch wenn es schon mal mehr gruselig als wissenschaftlich zuging. Wie heißt die Romanfigur der sehr jungen englischen Dichterin und finden Sie als Zusatzfrage heraus, wer denn das reale Vorbild für diesen "Experimentiker" war.

PS: Im Herbst erscheint eine ganz herausragende Biographie dieser außergewöhnlichen Frau. Fragen Sie uns bitte.

PPS: Entschuldigen Sie bitte die späte online-Stellung des neuen Rätsels am heutigen Sonntag. Das hatte private Gründe.

Die Anwort: Na klar, Viktor Frankenstein wurde gesucht aus dem Roman von Mary Shelley. Nur beim gesuchten Vorbild scheiden sich die Geister. Es war Luigi Galvani, der Erfinder des Galvanismus, mit seinen Experimenten mit an Froschschenkeln angelegter Elektrizität. Der vielfach genannte Johann Konrad Dippel wurde als Vorbild literaturwissenschaftlich widerlegt.

 

03.07.2022: Das Literarische dreesen-lesen Sommerrätsel 2022 1/6:
Die Frage:
Wenden wir uns mal der deutschen, sagen wir mal "Abenteuerliteratur" zu. Der Autor hat sehr viel geschrieben und wird heute noch in großen Auflagen verkauft. Er beschreibt viele fremde Landschaften und Gebräuche der dort lebenden Menschen, meist ohne jemals selbst dort gewesen zu sein. Erst sehr, sehr spät bereist er das Land, dessen Einwohner ihn berühmt gemacht haben. Aber diese berühmten Ureinwohner suchen wir hier nicht, sondern einen anderen Helden in einem anderen Teil der Welt. Dort bewegt man sich noch heute mit einem "Wüstenschiff" vorwärts anstatt mit einem Pferd. Unser Held besteht viele Abenteuer und hat stets einen ausgesprochen dusseligen Diener zur Seite mit einem sehr langen Namen. Wie heißt unser Held und wer war sein Schöpfer? Und wenn Sie den Namen des Dieners noch finden können (außerhalb der Wertung) ...

Die Antwort: Okay, war nicht sooo schwer. Gesucht haben wir natürlich Karl May's "Kara Ben Nemsi", dem Ich-Erzähler in den Orient-Romanen von Karl May. Nur der Vollständigkeit halber sein Diener und Freund: Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah.

 

 

bibliothek_sofabild_450.jpgAus unserem Archiv zurückliegender literarischer dreesen-lesen Rätsel:

Das Literarische dreesen-lesen Osterrätsel 2022 ging in seine dritte und letzte Runde. Jeden Sonntag der Osterferien erschien  hier unser literarisches Rätsel. Dann hatten Sie eine Woche Zeit für die Lösung, die Sie uns bis Samstag darauf per Mail übermitteln konnten. Am darauf folgenden Montag wurde unter den richtigen Lösungen dann ein Gewinner/eine Gewinnerin gezogen. Was es zu gewinnen gab? Nur so viel: Es war handsigniert und hatte mit "Frühling" zu tun.

In den letzten Jahren hatten wir immer eine Autorin oder einen Schriftsteller gesucht. Jetzt haben wir es mal anders gemacht: Gesucht wurde der Name eines Protagonisten / einer Hauptfigur oder auch einer Nebenfigur eines literarischen Werkes.

Literarisches Osterrätsel 3/3 vom 24.04.2022:

Diesmal war es kniffliger! Die Frage: "Gesucht wird ein Assistent eines besonderen Detektivs. Die Figur des Detektivs entstand in den USA und der Autor hat ihn in über 30 Romanen mit seiner seltsamen Marotte ermitteln lassen. Sogar ein amerikanischer Krimibuchpreis wird nach seinem Namen verliehen. Seine Hauptfigur diente stets auch dazu, die politischen Überzeugungen seines Autors zu vermitteln. Er war vor allen Dingen Deutschland gegenüber so kritisch eingestellt, dass seine Romane nicht in deutscher Sprache erscheinen durften. Der Verleger setzte sich aber Jahre nach diesem Verbot darüber hinweig. So konnten auch in der Bundesrepublik Fans der sonderbaren Ermittlermethoden gewonnen werden. Gesucht wird aber nicht der Meister (das Hirn), sondern die Figur des Gehilfen (die Füße). Wie heißt dieser Assistent, der wie einst Dr. John Watson in der Ich-Form von den Abenteuern seines Chefs erzählt? Zusatzfrage: Wie nennt man das vom Autor geschaffene literarische Kriminalromangenre?

Die Antwort: Wie immer, war das letzte Rätsel dieser jetzigen Osterreihe nicht mehr so einfach. Gesucht haben wir "Archie Goodwin", den Assistenten des New Yorker Privatdetektives Nero Wolfe und gleichzeitig Ich-Erzähler der Kriminalgeschichten. Nach der Romanfigur des Autors Rex Stout wurde der Nero Wolfe Award benannt, einem Literaturpreis für Kriminalliteratur. Ach, und das Literaturgengre, das Rex Stout begründete war das des "Armchair detektives", also einem Ermittler, der seine Fälle vom Schreibtisch aus löste. Das ermöglicht es dem Leser, mit dem gleichen Informationsstand selber am Fall mitzuknobeln.

Literarisches Osterrätsel 2/3 vom 17.04.2022:

Die Frage: "Gesucht wird eine Nebenfigur in einem epischen Werk eines Literaturpreisträgers! Der Roman entstand in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts und spielt weit weg von der Heimatstadt des Autors. Eine damals unheilbare Krankheit zwingt Menschen, einsame hoch gelegene Orte aufzusuchen, um auf Heilung hoffen zu können. Unsere gesuchte Figur ist ein älterer Mann, der in Begleitung eines Dieners erst im Laufe des Romans den Handlungsort betritt. Auch er hat diverse Leiden, von denen er sich Erlösung erhofft. Da er sehr reicht ist, kann er sich den Aufenthalt in der Klinik natürlich leisten. Besonders faszinierend ist seine sehr gesten- und mimikreiche Sprache, die alle Handlungspersonen in seinen Bann zieht. "Ein Mann von Format" sagt der Protagonist über ihn. Wie heißt diese Nebenfigur und wann ist der Roman veröffentlicht worden"?

Die Antwort: Auf Thomas Mann "Der Zauberberg" (1924) konnte man kommen. Die gesuchte Person ist Mynheer Pieter Peeperkorn.

Literarisches Osterrätsel 1/3 vom 10.04.2022:

Die Frage: "Unsere gesuchte literarische Person ist ein Zauberer und er feiert dieses Jahr seinen 60. Geburtstag. Er betritt die Welt der Literatur also schon lange, bevor es in den Büchern nur so von Zauberern jedweder Art wimmelt! Auch ist seine Handlungsweise nicht der Magie geschuldet, sondern immer seinem eigenen Wohlergehen. Er ist nicht unbedingt böse, aber von Machtgebahren und Eigennutz geprägt. Eine heute als ungesunde Lebensweise betrachtete Leidenschaft (zuviele Kohlenhydrate) führt dazu, dass er einen Küchenhelfer braucht, da in diesem Bereich seine Magie versagt. Jener Küchenjunge ist allerdings ein cleveres Kerlchen und schafft es mit Hilfe seiner Freunde, den Zauberer zu besiegen und alle seine bösen Taten rückgängig zu machen. Wie heißt dieser Zauberer und wer hat ihn sich ausgedacht?"

Kleiner Tipp: Gehen Sie am besten gedanklich in Ihre Kindheit zurück.

Die Antwort: Gesucht haben wir "Petrosilius Zwackelmann" aus dem "Räuber Hotzenplotz" von Ottfried Preußler. Das war der mit dem Riesenappetit auf Kartoffeln. Ja, da kamen Kinderheitserinnerungen hoch.

 

Das war es für dieses Jahr 2021. An dieser Stelle konnten Sie bis zum Sonntag den 08.08.2021 unser Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2021 erleben: Sechs Wochen lang gab es bis dahin jeden Sonntag Nachmittag wieder etwas zu Knobeln und zu Recherchieren. Sie hatten dann eine Woche Zeit für die Lösung, die Sie uns bis Samstag darauf per Mail übermitteln konnten. Am folgenden Montag wurde unter den richtigen Lösungen dann ein Gewinner/eine Gewinnerin gezogen. Jetzt pausieren wir damit wieder. Ist nämlich nicht unaufwändig. Aber es macht Spaß: Uns, aber offensichtlich auch Ihnen. Das sagt uns die stetig wachsende Teilnehmerschar und die bedauernden Mails, dass es schon wieder vorbei ist. Für's erste.

Jetzt ist es passiert: Das letzte Literarisches Sommerrätsel 6 von 6 vom 08.08.2021:
Die Frage: "Bei diesem letzten Literarischen Rätsel für dieses Jahr suchen wir eine Autorin, die schon seit längerem zu meinen persönlichen Lieblingsautorinnen zählt. Und diesmal fragen wir nicht "wer war es", sondern "wer ist es". Wir suchen also eine zeitgenössische Autorin.

Sie verbindet wie keine zweite zwei ganz unterschiedliche Kulturen miteinander. Ihr Großvater wanderte aus Deutschland aus und heiratete eine "Ureinwohnerin". Ihre Großmutter mütterlicherseits arbeitete als Heilerin. Hin und hergerissen zwischen den komplett unterschiedlichen Geisteshaltungen tendierte sie in ihrem Leben mal hierhin und mal dorthin. Sie studierte Anthropologie (kein Wunder bei diesen familiären Strukturen) an einer sehr bekannten amerikanischen Universität. Als Redakteurin einer Zeitschrift fand sie zum Schreiben. Sie verbrachte eine stürmische Ehe mit einem Kollegen und hatte ein halbes Dutzend Kinder. Auch als Buchhändlerin arbeitete sie. Ihr selber war die Trennung von "Native writer" und "American writer" ganz egal. Sie wollte einfach den Menschen mit seinen Sorgen, Nöten und Gedanken als Einheit darstellen. Besondere Anerkennung erhielt sie in diesem Jahr 2021. Wer ist es?

PS: Ich bin ihren grandiosen Erzählungen und ihren tollen Romanen schon seit 1986 verfallen. Da habe ich ihr erstes Buch gelesen. Viel Spaß, Ihre Petra Dreesen.

Die Antwort: Gesucht haben wir Karen Louise Erdrich. Sie lebt in Minneapolis USA. Ich hoffe, etwas von meiner Begeisterung für diese Autorin konnte ich weitergeben?

Oh, schon das fünfte: Literarisches Sommerrätsel 5 von 6 vom 01.08.2021:
Die Frage: "Unsere heute gesuchte Autorin war eine Zeitgenossin von ganz vielen hervorragenden britischen Autoren und Autorinnen. Ihre Familie gehörte durchaus zur gehobenen Schicht in Großbritannien und sie wuchs als einziges Kind mit etlichen Dienstboten in einer meiner Meinung nach wunderschönen englischen Universitätsstadt auf. Ihre Mutter stammte aus dem englischen Landadel. Die Gesuchte scheint nach heutigen Maßstäben hochbegabt gewesen zu sein. Sie konnte schon sehr früh lesen. Ihr Vater unterrichtete sie in Latein und durch verschiedene Kindermädchen lernte sie sehr schnell Französisch und auch Deutsch. Sie wurde zudem noch mit Klavier-, Geigen- und Gesangsunterricht traktiert. Nur ihre naturwissenschaftliche Bildung wurde vernachlässigt. Die klassische höhere Bildung für eine Frau in diesen Zeiten. Da der Arbeitsplatz ihres Vaters recht einsam lag, wuchs sie ohne viel Kontakt zu Gleichaltrigen auf. Danach kam folgerichtig ein Internat für Mädchen. Durch eine Krankheit mit langer Genesungsphase blieb sie der Schule fern und schloß die Ausbildung per Fernprüfung ab. Sie erkämpfte sich einen Platz an der Universität und fand dort Gleichgesinnte.

Sie probierte sich erst im Genre Lyrik aus, konnte aber davon nicht leben und arbeitete als Lehrerin (mehr war in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg für studierte Frauen nicht erreichbar). Sie konnte jedoch eine Stelle in einem bekannten Verlag annehmen und weiterhin Texte veröffentlichen. Heute sind diese Texte in Vergessenheit geraten, aber sie zählt zu den Großen eines ganz anderen Genres. Sie hat viel Kritik und Ächtung  verarbeiten müssen, da sie unehelich schwanger wurde und das Kind auch bekam! Wer war's?"

Die Antwort: Gesucht haben wir Dorothy L. (Leigh) Sayers, eine "British Crime Lady". Und wer kennt nicht ihre Lord-Peter-Wimsey Romane. 

Nächste Woche erscheint das letzte Literarische dreesen-lesen Rätsel für dieses Jahr. Dann werden wir nach einem/einer noch lebenden Autor/Autorin suchen. Versprochen.

Literarisches Sommerrätsel 4 von 6 vom 25.07.2021:
Die Frage: "Auch der heute von uns gesuchte Autor hatte keinen guten Start ins Leben. Der Vater verließ schon bei seiner Geburt die kleine Familie und seine Mutter starb bereits mit 23 Jahren an Tuberkulose. Da war der Gesuchte erst 2 Jahre jung, Waise und arm. Kein guter Anfang. Er wurde jedoch von einer reichen Unternehmerfamilie in den USA aufgenommen und bekam viel Zuneigung von seiner Pflegemutter. Sein Pflegevater war für ihn sehr unberechenbar. Mal verwöhnte dieser ihn, mal entzog er ihm alle seine Privilegien und stellte ihn als "Mündel" dar. Adoptiert wurde er jedoch nie.

Er bekam eine gute europäische Schulausbildung in England. In der Schule begeisterte er sich sehr für Sprachen, was auch später sein Studienfach wurde. Er schwamm nicht nur leidenschaftlich gern, sondern versuchte sich auch an ersten kürzeren Texten. Nach seiner militärischen Ausbildung überwarf er sich endgültig mit seinem Ziehvater. Von nun an musste er sehr bescheiden leben. Ein Preisgewinn ermöglichte ihm ein etwas sorgloseres Leben und sogar eine Verlobung war drin. Seine finanzielle Situation verbesserte sich mit dem Abdruck einiger seiner Texte in Zeitschriften und Magazinen, seine eigenen Alkoholexzesse ließen jedoch kein regelmäßiges Einkommen zu. Überdies erkrankte auch seine Frau an Tuberkulose.

Den ersten Erfolg brachte ein bis heute bekanntes Gedicht! Wer war's?

Da es schon Rätsel Nr. 4 ist, werden die direkt verwertbaren Hinweise weniger. Eine kleine Hilfestellung: Nicht seine Lyrik kennt man heute noch, sondern ein von ihm mitbegründetes Literaturgenre mit Gruselcharakter. Viel Spaß."

Hier die Antwort: Er war nicht nur ein Meister der Kurzgeschichte und Kriminalliteratur, sondern begründete wesentlich das Genre der Horror- und Schauerliteratur: Edgar Allan Poe.

Literarisches Sommerrätsel 3 von 6 vom 18.07.2021:
Die Frage: "Die heute gesuchte Person war ein grandioser Beobachter seiner Mitmenschen und kritisierte sie oft heftig. Von ihm soll der Satz stammen "Die Kulturträger (gemeint seien die in Paris) seien reif für die Irrenanstalt und bei ihrem Anblick hätte er Lust sich zu übergeben". Heute würde man sagen, dass er mit seiner Arbeit verheiratet war. Er schuftete für die Kunst. Er war das letzte Kind eines Chefarztes in der französischen Provinz und wurde von allen in der Familie nicht so recht beachtet. Er lernte erst spät sprechen. Auch seine schulischen Erfolge blieben aus. Er las lieber als zu lernen.

Ein ungeliebtes Jurastudium konnte er nicht weiter verfolgen, da er einen schweren Epilepsieanfall erlitt. Trotz seines Leidens reiste und schrieb er viel. Er traute sich zunächst nicht seine Manuskripte zu veröffentlichen und trank literweise Kaffee am Tag. Bewegung war ihm verhasst. Mit fast 30 Jahren begann er den entscheidenden Roman, für den er berühmt werden sollte. Das Buch wurde ein Skandal! Er musste sich sogar vor Gericht dafür verantworten, wurde aber freigesprochen. Der Prozess war bestes Marketing. Sein Roman wurde zu seiner Zeit zum Bestseller. Er hat nie geheiratet und ist auch nie in die französische Akademie aufgenommen worden. Er erlag einem Herzinfarkt mit 58 Jahren. Wer war's?

Zu schwer? Ein Tip: Er ist unter mehreren französischen Autoren, deren 200. Geburtsjahr in diesem Jahr liegt."

Hier die Antwort: Gesucht haben wir "Gustave Flaubert", der vor 200 Jahren 1821 in Rouen in der Normandie geboren wurde. Unter den 200jährigen Geburtstagen war auch der französische Dichter Charles Baudelaire, aber den haben wir nicht gesucht.

Literarisches Sommerrätsel 2 von 6 vom 11.07.2021:
Die Frage: "Der gesuchte Autor stammte aus ärmlichen Verhältnissen und wuchs fast ohne Bildung und ohne menschliche Wärme auf. Die Schule besuchte er nicht sehr regelmäßig. All die Dinge, die ihm in seinem Leben fehlten, kompensierte er duch Phantasie! Er las alles, was er in die Finger bekam und wollte im Leben unbedingt erfolgreich sein. So viel sei schon verraten: Er hatte wirklich ein erfolgreiches Leben und war an vielen Fürstenhöfen seiner Zeit ein gern gesehener Gast. Auch sein schriftstellerisches Werk wurde international bekannt. Noch heute kennt ihn in seinem Heimatland jedes Kind und auch viele Kinder auf der ganzen Welt.

Seine Novellen, Reiseberichte und Romane sind vergessen, aber in seinem Genre hat er es zum europäischen "Schriftstelleradel" gebracht. Die große Liebe hat er leider nie gefunden und um seine psychische Verfassung stand es nicht immer gut. Er galt als Hypochonder. Überall in der Hauptstadt seines Landes ziert eine weibliche mythische Figur Plakate und Poster. Wer war's? Ein Tipp: Die Figur findet sich an der Küste. Noch ein Tipp? Fragen Sie mal Mädchen in Ihrer Umgebung nach ihren Lieblingsheldinnen."

Hier die Antwort: Gesucht wurde Hans Christian Andersen und bei der mytischen Figur handelt es sich um "Die kleine Meerjungfrau" an der Uferpromenade in Kopenhagen. Meerjungfreuen sind heute überhaupt sehr angesagt.

Sommerrätsel 1/6 vom 04.07.2021:
Die Frage: "Die gesuchte Autorin galt Vielen als unspontan, kontrolliert und letztendlich langweilig. Sie konnte aber sehr scharf die Menschen in ihrer Umgebung portraitieren. Von vielen Geschwistern umgeben und in relativer Abgeschiedenheit groß geworden, blieb ihr als Ausweg aus einem ereignislosen Leben die Bibliothek ihres Vaters, um den Abenteuerhunger zu stillen. In ihrer gesellschaftlichen Schicht war die perfekte Heirat das wichtigste Ereignis. Ihre Verlobung wurde allerdings bereits nach einem Tag gelöst. Noch heute werden ihre teils amüsanten, teils satirischen Bücher über die "Gesellschaft", vor allem über die Frauen der Gesellschaft, mit Begeisterung gelesen. Wer war's? Spoiler: Sie signierte alle Titel mit "by a lady"."

Hier die Antwort: Es handelte sich um Jane Austen. War es zu einfach? Oder war der Hinweis zu deutlich?

 

Archiv 11.04.2021 Endspurt im Literarischen dreesen-lesen Osterrätsel 2021 (3 von 3):
Die Frage:
"Diesmal suchen wir einen deutschen Autor, der in einem künstlerischen und geistig sehr unkonventionellen Umfeld groß wurde. À propos groß: Er wuchs als Kind so schnell, dass die geplante Taufe abgesagt werden musste. Er passte nicht mehr in sein Taufkleid. Und das in einer äußerst katholischen Ecke unseres Landes. Mit Mühe schaffte er den Sprung auf das Gymnasium und musste sogar eine Klasse wiederholen. Nach der Schule besuchte er eine Schauspielschule und schrieb zunächst Theaterstücke, die aber nirgendwo zur Aufführung kamen. Auch Sketche und für den Film schrieb er ohne Erfolg. Seine Erfolge hatte er in einem ganz anderen Genre. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt. Er erhielt einen deutschen Literaturpreis für eines seiner Bücher, mit dem ganze Generationen aufgewachsen sind. 

Wer war es und wie hieß sein italienisches Haus? Tipp: Natürlich hat es einen fantasievollen Namen."

Die Antwort: Gesucht wurde Michael Ende, ein Meister fantasievoller Geschichten, die auch Erwachsene in ihren Bann gezogen haben. Sein Haus im italienischen Genzano di Roma trug den Namen "Villa Liocorno", zu deutsch "Einhorn". Seine Werke wurden in über 40 Sprachen übersetzt und verkauften sich über 30 Millionen mal.

Archiv 04.04.2021 Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2021 (2 von 3):
DIe Frage: "Im zweiten Teil des Osterrätsels suchen wir eine Autorin, die als Kind eine Krankheit durchmachte, die viele Kinder in der Vergangenheit durchleiden mussten. Zurück blieb eine leichte Behinderung, die ihren Bewegungsspielraum einschränkte und sie mehr in Gedanken reisen ließ. In ihrer Familie hatte sie immer schon gut und gerne Geschichten erzählt. Sie kannte sich in alten Mythen und Sagen aus, ihrer Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Früh schon wünschte sie sich, Schriftstellerin zu werden. Nach ersten Gehversuchen mit Gedichten merkte sie, dass Lyrik nicht zu ihren Begabungen gehörte. Sie verlegte sich auf Prosatexte. Von behördlicher Seite erhielt sie den Auftrag, ein Erdkundebuch für Schüler zu schreiben. Dieser erste Auftrag wurde ein richtiger Erfolg! Neben ihrer Heimat war die menschliche Psyche eines ihrer Herzensthemen. Sie gewann einen Literaturwettbewerb und erlangte so Öffentlichkeit. Später konnte sie vom Schreiben leben. Sie erhielt eine Ehrendoktorwürde und engagierte sich für jüdische Flüchtlinge.

Wer war es und in welches international bekannte Komittee wurde sie gewählt?"

Die Antwort: Gesucht wurde die schwedische Autorin Selma Lagerlöf. Ihr Buch "Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgsersson mit den Wildgänsen" entstand als Entwicklungs- und Erziehungsbuch und beschrieb in den fantasievollen Kapiteln die Landschaften Schwedens. Sie erhielt als erste Frau den Literaturnobelpreis und wurde Mitglied der Schwedischen Akademie.

Archiv 28.03.2021 Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2021 (1 von 3):
Die Frage: "Wir suchen einen deutschen Dichter, der zu Beginn seines Lebens nicht mit Glück überhäuft wurde. Als eines von mehr als einem Dutzend Kindern wurde er mit 13 Jahren zur Halbwaise, genoß trotz Armut aber eine gute Bildung. Sein Schulabschluss war aber eher mittelmäßig. Mit seinem geistlichen Beruf und auch in der Liebe wurde er nicht wirklich glücklich. Endlich, mit fast 40 Jahren gab er seinen Beruf auf und widmete sich der Schriftstellerei. Von da an änderte sich sein Leben.

Er hat uns viele gute Gedanken hinterlassen, ebenso wie immer noch lesbare Lyrik. Viele seiner Freunde und Bekannten sind heute noch bekannte Namen in der Literatur und der Geschichte Deutschlands. Wer war es?

Kleiner Tipp: Seine Mutter liegt in Süddeutschland neben der Mutter von Friedrich Schiller begraben."

Die Antwort: Gesucht haben wir Eduard Mörike, der mit 39 den Beruf des Pfarrers aufgab, quasi in Rente ging, und sich der Schriftstellerei widmete. Gott sei Dank.

 

Archiv 09.08.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (6 von 6):

Die Frage: Im letzten Sommerrätsel 2020 suchen wir einen „Autor“, der gar keiner ist. Und das kommt so: Der Text/das Buch, das ihn zumindest in Deutschland und Europa berühmt gemacht hat, wurde zwar in der Ich-Form als Tagebuch geschrieben, aber nicht von ihm. Der wirkliche Autor ist bis heute nicht eindeutig zu bestimmen. Überhaupt ist den wenigsten Menschen bekannt, dass der Held der Geschichte, und diesen suchen wir, eine wirkliche historische Persönlichkeit war.

Als Landadliger trat er jung seinen Dienst an einem deutschen Adelshof an. Dort sah er einer grandiosen Karriere entgegen, zumal sein Dienstherr die Thronfolgerin eines (damals wie heute) bedeutenden Landes heiratete. Der gesuchte „Autor“ hat viel Zeit in Kasernen verbracht und leistete, wie damals üblich, seinen Militärdienst. Auch auf dem Kriegsfeld. Ein Putsch stürzte seinen Dienstherren und er musste auf das väterliche Gut nach Deutschland zurückkehren. Er begann, bei gesellschaftlichen Zusammenkünften seine „Abenteuer“ zu erzählen und dafür wurde er sehr geschätzt. Seine erste Ehe hielt 40 Jahre, war glücklich, jedoch kinderlos.

Als seine Frau starb, beging er einen folgenschweren Fehler und heiratete seine damals 20-jährige Patentochter. Er selbst war schon über 70 Jahre alt. Kurz nach der Hochzeit reichte er jedoch schon wieder die Scheidung ein. Der folgende langwierige Scheidungsprozess kostete ihn fast sein ganzes Vermögen. Findigen Scheidungsanwälten verdankt er seinen uns heute immer noch bekannten Spitznamen. Sie wollten ihn als Beklagten wohl als unehrlich darstellen, um für ihre Mandantin möglichst viel herauszuholen.

Seine „Anekdoten“ wurden zunächst in England veröffentlicht. Bis heute gibt es viele Spielfilme, Bücher und auch einige Theaterstücke über ihn bzw. seine „Geschichten“. Er selber war sehr verletzt über seinen schlechten Ruf und starb mit 77 Jahren. Er begründete ein besonderes literarisches Genre. Wer war’s? Und wie lautete sein Spitzname?

Tipp: mit einem bisschen „Zeit“ lässt sich die Antwort vielleicht schneller finden.

Die Antwort: Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen hat tatsächlich gelebt und ist nicht etwa nur eine literarische Figur gewesen. Er wurde vor genau 300 Jahren geboren (11. Mai 1720). Als Landadliger kam er aus dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Wir kennen ihn heute als Baron Münchhausen, oder besser noch als den Lügenbaron. Auch wenn er den damit verbundenen Ruhm und das Interesse an seinen Abenteuergeschichten genossen haben dürfte, sein Ruf als Lügenbaron hat ihn schon sehr gewurmt

Die richtige Antwort haben Sie uns bis Samstag 15.08. an info(at)dreesen-lesen.de mit dem Betreff "Lösung Sommerrätsel 6/6" gesendet. Am Sonntag darauf gab es dann hier an dieser Stelle die Auflösung. Montags ziehen wir unter den jeweils richtigen Einsendungen der vergangenen Woche den Gewinner/die Gewinnerin und informieren Sie noch am gleichen Tag. Und zum Schluss, ebenfalls am Montag den 17.08.2020 gab es dann noch eine Sonderverlosung Sechs Richtige unter denjenigen, die alle 6 Rätsel richtig bis zum jeweiligen Stichtag beantwortet haben. Und zu gewinnen gibt es: Lassen Sie sich überraschen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Spaß!

Archiv 02.08.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (5 von 6):

Die Frage:  Die Autorin, die wir diesmal suchen, hatte keinen leichten Start ins Leben. Sie verlor mit 4 Jahren ihre Mutter. Nach diversen Privatschulen wendete sie sich früh dem Schreiben zu und konnte schon 1916 ein Gedicht bei einem berühmten Magazin veröffentlichen. Gemeint ist nicht die Vogue, für die sie ebenfalls arbeitete. Sie gründete einen Literaturzirkel und machte das Hotel, in dem man sich traf, weltberühmt. Sie schrieb mit sehr spitzer Feder, auch Kurzgeschichten und Theaterstücke, sowie Drehbücher für Hollywood und Theaterkritiken. Herausragend war ihr Engagement für die Geschlechtsgenossinnen (den Begriff mochte sie) und für Minderheiten. Ihr politisches Engagement z.B. gegen Nazi-Deutschland und ihre Arbeit als Korrespondentin im spanischen Bürgerkrieg brachten ihr auch Nachteile. Zum Ende ihres Lebens vererbte sie ihr Vermögen u.a. an die NAACP. Wer war’s? Bitte Vor- und Nachnamen.
Fürs Fleißkärtchen und außer Konkurrenz: Bei einer schlimmen Katastrophe verlor sie ihren Onkel, der einen weltbekannten Nachnamen trug. Wie hieß er?

Die Antwort:  Die gesuchte Autorin ist Dorothy Parker (1893 – 1967). Sie schrieb in den USA viele Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke. Ihre Anliegen waren der Kampf der Geschlechter und die gesellschaftliche Stellung von Minderheiten. Sie veröffentlichte in Magazinen wie Vanity Fair und Vogue und arbeitete nicht nur als Autorin, sondern auch als Theater- und Literaturkritikerin. Sie war bekannt und gefürchtet für ihre scharfe Zunge und den Sarkasmus, mit dem sie Missstände aufspießte. In der McCarthy-Ära landete sie prompt auf der schwarzen Liste. Sie war eine geborene Rothschild. Ihr Onkel, Martin Rothschild, kam an Bord der Titantic ums Leben.

 

 

Archiv 26.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (4 von 6):

Die Frage:  Gesucht wird eine deutschsprachige Autorin, die in einem bezogen auf Frauenrechte lange Zeit rückständigen Land sehr behütet und mit viel Bildung aufwuchs. Sie heiratete einen Juristen und wurde nicht so recht glücklich in dieser Ehe. Eine ihrer Verwandten wurde die erste Juristin ihres Landes. Als sie im späteren Alter erkrankte, ließ sie sich von der ersten Medizinerin ihres Landes behandeln. Wir kennen sie heute nur als Autorin eines berühmten Mädchenschicksals. Wer war’s? Bitte Vor- und Nachnahme der Autorin. Für’s Fleißkärtchen und außer Konkurrenz: Um welches Buch handelte es sich?

Die Antwort: Natürlich war es Johanna Spyri, eine Jugendbuchautorin aus der Schweiz mit ihrem Werk „Heidi“. Die erste promovierte Juristin der Schweiz war übrigens ihre Nichte Emilie Kempin-Spyri. „Heidi“ ist mehrfach verfilmt worden und läuft heute noch hin und wieder im Fernsehen, gerade wieder. Wussten Sie, dass ihr Werk in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurde?

 

Archiv 19.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (3 von 6):

Die Frage: Welcher Autor und Friedensaktivist gewann den „Man Booker International Prize“ oder wie er heute heißt “ International Booker Prize“ aus einer Nation, die weit von friedvollen Verhältnissen entfernt ist? Der Autor kämpft weiterhin für den Frieden, auch wenn er persönlich einen sehr schlimmen Verlust ertragen musste. Bitte Vor- und Nachnahme dieser Person. Alice Munroe war es nicht. Die hat den Preis 2009 bekommen, war in unserem Sommerrätsel aber schon mal dabei.

Die Antwort: Gesucht wurde der israelische Schriftsteller David Grossmann. Den International Booker Prize haben 2017 die Übersetzerin Jessica Cohen und er für die englische Fassung seines Romans „A Horse Walks Into a Bar“ bekommen. In „Kommt ein Pferd in die Bar“ macht er die vielen ungelösten Probleme Israels zum Thema und verleiht der allgegenwärtigen Gewalt im Land eine Stimme mit einem Humor, bei dem das Lachen im Halse stecken bleibt. Es ist das erste Mal, dass der Preis an einen israelischen Autor ging. Sein persönlicher Verlust: Er verlor seinen zweiten Sohn zwei Tage vor Ende des Libanonkrieges 2006.

Archiv 12.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (2 von 6):
Die Frage:  Welcher literarischen (also nicht historischen) Person wurde als einziger bisher die Ehre zuteil, in der rennomierten New York Times einen Nachruf auf der Titelseite zu erhalten?
Bitte Vor- und Nachnahme dieser Person.

Die Antwort: Am 06. August 1975 verkündete ein Artikel auf der Titelseite der New York Times: „Hercule Poirot is dead – Famed Belgian Detective“. Sogar mit Foto. Stellt sich die Frage, wer da wohl abgebildet war, denn natürlich ist Hercule Poirot eine literarische Figur, keine historische. Tatsächlich hat Agatha Christie das Ende ihres langjährigen Protagonisten schon viel früher verfasst. Geschrieben hat sie diesen 33.ten ihrer Poirot Romane noch zu Kriegszeiten und ihn gewissermaßen für später in den Tresor gelegt. Dort lag er 30 Jahre, bevor sie ihn dann zur Veröffentlichung 1974 freigab, als sie das Schreiben als dann 84-Jährige aufgeben musste. Agatha Mary Clarissa Christie starb im Januar 1976.

Archiv 05.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (1 von 6):
Die Frage: Das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse hat viele gute Autorinnen und Autoren hervorgebracht. Eine davon hat nur einen einzigen Roman geschrieben, und dennoch eine der wichtigsten Auszeichnungen der Literaturszene bekommen. Allerdings nicht für ihren Roman. Sie hat es nicht so mit viel und langen Worten. Wie lautet ihr Vor- und Nachnahme?

Die Antwort: Es handelt sich um Alice Munroe, eine kanadische Schriftstellerin, die 2013 den Literaturnobelpreis erhielt. Sie hat tatsächlich Bestseller geschrieben, ihr Hauptwerk besteht aber aus ca. 150 Kurzgeschichten. Sie wird gefeiert für ihre Wortwahl und auch für die Struktur ihrer Geschichten. Sie beginnt oft völlig unerwartet und entwickelt ihre Geschichte von dort aus vorwärts oder auch schon mal rückwärts.

 

Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2020 (1 von 3): "Was stimmte mit der Heiratsurkunde von Agatha Christie mit Max Mallowan nicht?" Die richtige Antwort lautet: Beide haben beim Alter gelogen und falsche Angaben gemacht, um den Altersunterschied zu verbergen. Max war 14 Jahre jünger als Agatha.

Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2020 (2 von 3): "Gesucht ist der Name einer deutschen Schriftstellerin. Nicht irgendeiner, sondern der ersten, die vom Schreiben leben konnte, u.a. mit dem ersten Bestsellerroman. Wie ist ihr Name und wie lautet ihr berühmtestes Werk?" Noch eine kleine Zusatzfrage (für's Fleißkärtchen gewissermaßen und außer Konkurrenz): Wer war ihre bekannteste Abonnentin? Ein Tip: Sie kannte Bettina von Arnim und Clemens Brentano.

Antwort: Gesucht wurde die Großmutter von Bettina von Arnim und Clemens Brentano: Marie Sophie von La Roche (1730 - 1807), Deutschlands erste Bestsellerautorin. Sophie von La Roche war häufig die Erste: Ihre "Geschichte des Fräuleins von Sternheim" (1771) war der erste deutsche Bestsellerroman. Sie setzte Meilensteine des Journalismus und brachte 1783 ihre Frauenzeitschrift "Pomona für Teutschlands Töchter" heraus, eine Sensation. Bis dahin wurden Damenjournale nur von Männern erstellt. Sie drückte aus, was viele Frauen dachten und fand damit internationale Resonanz - so las beispielsweise auch Katharina die Große "Pomona". Diese hatte für ihren Hofstaat gleich 500 Exemplare geordert. Damit wäre auch die Frage nach ihrer bekanntesten Abonnentin geklärt. Heute erinnert sich kaum noch jemand an sie.

Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2020 (3 von 3): "Gesucht wird ein bekannter deutscher Autor. Er wurde mit Literaturpreisen überhäuft. Das, was ihm in seiner Kindheit widerfahren ist und die Taste Ihrer Fernbedienung mit der Beschriftung "mute" haben die gleiche Wortherkunft. Er stammt aus dem Rheinland. Finden Sie heraus, wie er heißt."

Die richtige Antwort dazu lautet: Hanns-Josef Ortheil. Er ist Schriftsteller, Drehbuchautor und gebürtig aus Köln. Mit der "mute"-Taste auf Ihrer Fernbedienung schalten Sie auf stumm. Mutismus ist psychogenes Schweigen, der Wortstamm aus dem Lateinischen: mutus = stumm, Mutismus = Stummheit.

Hanns-Josef Ortheil hat bis zu seinem siebten Lebensjahr kein Wort gesprochen, er ist mit 3 Jahren verstummt. Hintergrund dazu ist das Verstummen seiner Mustter nach dem Verlust von insgesamt vier Söhnen, was sie immer schweigsamer hat werden lassen. Er ist das fünfte Kind seiner Eltern. Sein erster Satz soll nach eigener Aussage "Gib' mal her!" gewesen sein, als er beim Fußballspielen den Ball für sich reklamierte. Die Gewinner dieses Rätsels werden wir Montag benachrichtigen.