Literarisches dreesen-lesen Rätsel

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An dieser Stelle finden Sie bis zum Sonntag den 08.08.2021 unser Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2021: Sechs Wochen lang gibt es bis dahin jeden Sonntag Nachmittag wieder etwas zu Knobeln und zu Recherchieren. Sie haben dann eine Woche Zeit für die Lösung, die Sie uns dann bitte bis Samstag darauf per Mail übermitteln an info(at)dreesen-lesen.de mit dem Betreff "Sommerrätsel x/6". Am folgenden Montag ziehen wir unter den richtigen Lösungen dann einen Gewinner. Und dem jeweiligen Wochensieger/-in winkt ... Lassen Sie sich überraschen. Gewinner werden umgehend am Montag benachrichtigt. Die Auflösung und das neue Rätsel gibt es am Sonntag darauf hier:

Und weiter geht's: Literarisches Sommerrätsel 3 von 6 vom 18.07.2021:
Die Frage:
"Die heute gesuchte Person war ein grandioser Beobachter seiner Mitmenschen und kritisierte sie oft heftig. Von ihm soll der Satz stammen "Die Kulturträger (gemeint seien die in Paris) seien reif für die Irrenanstalt und bei ihrem Anblick hätte er Lust sich zu übergeben". Heute würde man sagen, dass er mit seiner Arbeit verheiratet war. Er schuftete für die Kunst. Er war das letzte Kind eines Chefarztes in der französischen Provinz und wurde von allen in der Familie nicht so recht beachtet. Er lernte erst spät sprechen. Auch seine schulischen Erfolge blieben aus. Er las lieber als zu lernen.

Ein ungeliebtes Jurastudium konnte er nicht weiter verfolgen, da er einen schweren Epilepsieanfall erlitt. Trotz seines Leidens reiste und schrieb er viel. Er traute sich zunächst nicht seine Manuskripte zu veröffentlichen und trank literweise Kaffee am Tag. Bewegung war ihm verhasst. Mit fast 30 Jahren begann er den entscheidenden Roman, für den er berühmt werden sollte. Das Buch wurde ein Skandal! Er musste sich sogar vor Gericht dafür verantworten, wurde aber freigesprochen. Der Prozess war bestes Marketing. Sein Roman wurde zu seiner Zeit zum Bestseller. Er hat nie geheiratet und ist auch nie in die französische Akademie aufgenommen worden. Er erlag einem Herzinfarkt mit 58 Jahren. Wer war's?

Zu schwer? Ein Tip: Er ist unter mehreren französischen Autoren, deren 200. Geburtsjahr in diesem Jahr liegt."

 

Literarisches Sommerrätsel 2 von 6 vom 11.07.2021:
Die Frage:
"Der gesuchte Autor stammte aus ärmlichen Verhältnissen und wuchs fast ohne Bildung und ohne menschliche Wärme auf. Die Schule besuchte er nicht sehr regelmäßig. All die Dinge, die ihm in seinem Leben fehlten, kompensierte er duch Phantasie! Er las alles, was er in die Finger bekam und wollte im Leben unbedingt erfolgreich sein. So viel sei schon verraten: Er hatte wirklich ein erfolgreiches Leben und war an vielen Fürstenhöfen seiner Zeit ein gern gesehener Gast. Auch sein schriftstellerisches Werk wurde international bekannt. Noch heute kennt ihn in seinem Heimatland jedes Kind und auch viele Kinder auf der ganzen Welt.

Seine Novellen, Reiseberichte und Romane sind vergessen, aber in seinem Genre hat er es zum europäischen "Schriftstelleradel" gebracht. Die große Liebe hat er leider nie gefunden und um seine psychische Verfassung stand es nicht immer gut. Er galt als Hypochonder. Überall in der Hauptstadt seines Landes ziert eine weibliche mythische Figur Plakate und Poster. Wer war's? Ein Tipp: Die Figur findet sich an der Küste. Noch ein Tipp? Fragen Sie mal Mädchen in Ihrer Umgebung nach ihren Lieblingsheldinnen."

Hier die Antwort: Gesucht wurde Hans Christian Andersen und bei der mytischen Figur handelt es sich um "Die kleine Meerjungfrau" an der Uferpromenade in Kopenhagen. Meerjungfreuen sind heute überhaupt sehr angesagt.

Sommerrätsel 1/6 vom 04.07.2021:
Die Frage: "Die gesuchte Autorin galt Vielen als unspontan, kontrolliert und letztendlich langweilig. Sie konnte aber sehr scharf die Menschen in ihrer Umgebung portraitieren. Von vielen Geschwistern umgeben und in relativer Abgeschiedenheit groß geworden, blieb ihr als Ausweg aus einem ereignislosen Leben die Bibliothek ihres Vaters, um den Abenteuerhunger zu stillen. In ihrer gesellschaftlichen Schicht war die perfekte Heirat das wichtigste Ereignis. Ihre Verlobung wurde allerdings bereits nach einem Tag gelöst. Noch heute werden ihre teils amüsanten, teils satirischen Bücher über die "Gesellschaft", vor allem über die Frauen der Gesellschaft, mit Begeisterung gelesen. Wer war's? Spoiler: Sie signierte alle Titel mit "by a lady"."

Hier die Antwort: Es handelte sich um Jane Austen. War es zu einfach? Oder war der Hinweis zu deutlich?

 

bibliothek_sofabild_450.jpgAus unserem Archiv zurückliegender literarischer dreesen-lesen Rätsel:

Archiv 11.04.2021 Endspurt im Literarischen dreesen-lesen Osterrätsel 2021 (3 von 3):
Die Frage:
"Diesmal suchen wir einen deutschen Autor, der in einem künstlerischen und geistig sehr unkonventionellen Umfeld groß wurde. À propos groß: Er wuchs als Kind so schnell, dass die geplante Taufe abgesagt werden musste. Er passte nicht mehr in sein Taufkleid. Und das in einer äußerst katholischen Ecke unseres Landes. Mit Mühe schaffte er den Sprung auf das Gymnasium und musste sogar eine Klasse wiederholen. Nach der Schule besuchte er eine Schauspielschule und schrieb zunächst Theaterstücke, die aber nirgendwo zur Aufführung kamen. Auch Sketche und für den Film schrieb er ohne Erfolg. Seine Erfolge hatte er in einem ganz anderen Genre. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt. Er erhielt einen deutschen Literaturpreis für eines seiner Bücher, mit dem ganze Generationen aufgewachsen sind. 

Wer war es und wie hieß sein italienisches Haus? Tipp: Natürlich hat es einen fantasievollen Namen."

Die Antwort: Gesucht wurde Michael Ende, ein Meister fantasievoller Geschichten, die auch Erwachsene in ihren Bann gezogen haben. Sein Haus im italienischen Genzano di Roma trug den Namen "Villa Liocorno", zu deutsch "Einhorn". Seine Werke wurden in über 40 Sprachen übersetzt und verkauften sich über 30 Millionen mal.

Archiv 04.04.2021 Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2021 (2 von 3):
DIe Frage: "Im zweiten Teil des Osterrätsels suchen wir eine Autorin, die als Kind eine Krankheit durchmachte, die viele Kinder in der Vergangenheit durchleiden mussten. Zurück blieb eine leichte Behinderung, die ihren Bewegungsspielraum einschränkte und sie mehr in Gedanken reisen ließ. In ihrer Familie hatte sie immer schon gut und gerne Geschichten erzählt. Sie kannte sich in alten Mythen und Sagen aus, ihrer Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Früh schon wünschte sie sich, Schriftstellerin zu werden. Nach ersten Gehversuchen mit Gedichten merkte sie, dass Lyrik nicht zu ihren Begabungen gehörte. Sie verlegte sich auf Prosatexte. Von behördlicher Seite erhielt sie den Auftrag, ein Erdkundebuch für Schüler zu schreiben. Dieser erste Auftrag wurde ein richtiger Erfolg! Neben ihrer Heimat war die menschliche Psyche eines ihrer Herzensthemen. Sie gewann einen Literaturwettbewerb und erlangte so Öffentlichkeit. Später konnte sie vom Schreiben leben. Sie erhielt eine Ehrendoktorwürde und engagierte sich für jüdische Flüchtlinge.

Wer war es und in welches international bekannte Komittee wurde sie gewählt?"

Die Antwort: Gesucht wurde die schwedische Autorin Selma Lagerlöf. Ihr Buch "Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgsersson mit den Wildgänsen" entstand als Entwicklungs- und Erziehungsbuch und beschrieb in den fantasievollen Kapiteln die Landschaften Schwedens. Sie erhielt als erste Frau den Literaturnobelpreis und wurde Mitglied der Schwedischen Akademie.

Archiv 28.03.2021 Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2021 (1 von 3):
Die Frage: "Wir suchen einen deutschen Dichter, der zu Beginn seines Lebens nicht mit Glück überhäuft wurde. Als eines von mehr als einem Dutzend Kindern wurde er mit 13 Jahren zur Halbwaise, genoß trotz Armut aber eine gute Bildung. Sein Schulabschluss war aber eher mittelmäßig. Mit seinem geistlichen Beruf und auch in der Liebe wurde er nicht wirklich glücklich. Endlich, mit fast 40 Jahren gab er seinen Beruf auf und widmete sich der Schriftstellerei. Von da an änderte sich sein Leben.

Er hat uns viele gute Gedanken hinterlassen, ebenso wie immer noch lesbare Lyrik. Viele seiner Freunde und Bekannten sind heute noch bekannte Namen in der Literatur und der Geschichte Deutschlands. Wer war es?

Kleiner Tipp: Seine Mutter liegt in Süddeutschland neben der Mutter von Friedrich Schiller begraben."

Die Antwort: Gesucht haben wir Eduard Mörike, der mit 39 den Beruf des Pfarrers aufgab, quasi in Rente ging, und sich der Schriftstellerei widmete. Gott sei Dank.

 

Archiv 09.08.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (6 von 6):

Die Frage: Im letzten Sommerrätsel 2020 suchen wir einen „Autor“, der gar keiner ist. Und das kommt so: Der Text/das Buch, das ihn zumindest in Deutschland und Europa berühmt gemacht hat, wurde zwar in der Ich-Form als Tagebuch geschrieben, aber nicht von ihm. Der wirkliche Autor ist bis heute nicht eindeutig zu bestimmen. Überhaupt ist den wenigsten Menschen bekannt, dass der Held der Geschichte, und diesen suchen wir, eine wirkliche historische Persönlichkeit war.

Als Landadliger trat er jung seinen Dienst an einem deutschen Adelshof an. Dort sah er einer grandiosen Karriere entgegen, zumal sein Dienstherr die Thronfolgerin eines (damals wie heute) bedeutenden Landes heiratete. Der gesuchte „Autor“ hat viel Zeit in Kasernen verbracht und leistete, wie damals üblich, seinen Militärdienst. Auch auf dem Kriegsfeld. Ein Putsch stürzte seinen Dienstherren und er musste auf das väterliche Gut nach Deutschland zurückkehren. Er begann, bei gesellschaftlichen Zusammenkünften seine „Abenteuer“ zu erzählen und dafür wurde er sehr geschätzt. Seine erste Ehe hielt 40 Jahre, war glücklich, jedoch kinderlos.

Als seine Frau starb, beging er einen folgenschweren Fehler und heiratete seine damals 20-jährige Patentochter. Er selbst war schon über 70 Jahre alt. Kurz nach der Hochzeit reichte er jedoch schon wieder die Scheidung ein. Der folgende langwierige Scheidungsprozess kostete ihn fast sein ganzes Vermögen. Findigen Scheidungsanwälten verdankt er seinen uns heute immer noch bekannten Spitznamen. Sie wollten ihn als Beklagten wohl als unehrlich darstellen, um für ihre Mandantin möglichst viel herauszuholen.

Seine „Anekdoten“ wurden zunächst in England veröffentlicht. Bis heute gibt es viele Spielfilme, Bücher und auch einige Theaterstücke über ihn bzw. seine „Geschichten“. Er selber war sehr verletzt über seinen schlechten Ruf und starb mit 77 Jahren. Er begründete ein besonderes literarisches Genre. Wer war’s? Und wie lautete sein Spitzname?

Tipp: mit einem bisschen „Zeit“ lässt sich die Antwort vielleicht schneller finden.

Die Antwort: Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen hat tatsächlich gelebt und ist nicht etwa nur eine literarische Figur gewesen. Er wurde vor genau 300 Jahren geboren (11. Mai 1720). Als Landadliger kam er aus dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Wir kennen ihn heute als Baron Münchhausen, oder besser noch als den Lügenbaron. Auch wenn er den damit verbundenen Ruhm und das Interesse an seinen Abenteuergeschichten genossen haben dürfte, sein Ruf als Lügenbaron hat ihn schon sehr gewurmt

Die richtige Antwort haben Sie uns bis Samstag 15.08. an info(at)dreesen-lesen.de mit dem Betreff "Lösung Sommerrätsel 6/6" gesendet. Am Sonntag darauf gab es dann hier an dieser Stelle die Auflösung. Montags ziehen wir unter den jeweils richtigen Einsendungen der vergangenen Woche den Gewinner/die Gewinnerin und informieren Sie noch am gleichen Tag. Und zum Schluss, ebenfalls am Montag den 17.08.2020 gab es dann noch eine Sonderverlosung Sechs Richtige unter denjenigen, die alle 6 Rätsel richtig bis zum jeweiligen Stichtag beantwortet haben. Und zu gewinnen gibt es: Lassen Sie sich überraschen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Spaß!

Archiv 02.08.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (5 von 6):

Die Frage:  Die Autorin, die wir diesmal suchen, hatte keinen leichten Start ins Leben. Sie verlor mit 4 Jahren ihre Mutter. Nach diversen Privatschulen wendete sie sich früh dem Schreiben zu und konnte schon 1916 ein Gedicht bei einem berühmten Magazin veröffentlichen. Gemeint ist nicht die Vogue, für die sie ebenfalls arbeitete. Sie gründete einen Literaturzirkel und machte das Hotel, in dem man sich traf, weltberühmt. Sie schrieb mit sehr spitzer Feder, auch Kurzgeschichten und Theaterstücke, sowie Drehbücher für Hollywood und Theaterkritiken. Herausragend war ihr Engagement für die Geschlechtsgenossinnen (den Begriff mochte sie) und für Minderheiten. Ihr politisches Engagement z.B. gegen Nazi-Deutschland und ihre Arbeit als Korrespondentin im spanischen Bürgerkrieg brachten ihr auch Nachteile. Zum Ende ihres Lebens vererbte sie ihr Vermögen u.a. an die NAACP. Wer war’s? Bitte Vor- und Nachnamen.
Fürs Fleißkärtchen und außer Konkurrenz: Bei einer schlimmen Katastrophe verlor sie ihren Onkel, der einen weltbekannten Nachnamen trug. Wie hieß er?

Die Antwort:  Die gesuchte Autorin ist Dorothy Parker (1893 – 1967). Sie schrieb in den USA viele Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke. Ihre Anliegen waren der Kampf der Geschlechter und die gesellschaftliche Stellung von Minderheiten. Sie veröffentlichte in Magazinen wie Vanity Fair und Vogue und arbeitete nicht nur als Autorin, sondern auch als Theater- und Literaturkritikerin. Sie war bekannt und gefürchtet für ihre scharfe Zunge und den Sarkasmus, mit dem sie Missstände aufspießte. In der McCarthy-Ära landete sie prompt auf der schwarzen Liste. Sie war eine geborene Rothschild. Ihr Onkel, Martin Rothschild, kam an Bord der Titantic ums Leben.

 

 

Archiv 26.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (4 von 6):

Die Frage:  Gesucht wird eine deutschsprachige Autorin, die in einem bezogen auf Frauenrechte lange Zeit rückständigen Land sehr behütet und mit viel Bildung aufwuchs. Sie heiratete einen Juristen und wurde nicht so recht glücklich in dieser Ehe. Eine ihrer Verwandten wurde die erste Juristin ihres Landes. Als sie im späteren Alter erkrankte, ließ sie sich von der ersten Medizinerin ihres Landes behandeln. Wir kennen sie heute nur als Autorin eines berühmten Mädchenschicksals. Wer war’s? Bitte Vor- und Nachnahme der Autorin. Für’s Fleißkärtchen und außer Konkurrenz: Um welches Buch handelte es sich?

Die Antwort: Natürlich war es Johanna Spyri, eine Jugendbuchautorin aus der Schweiz mit ihrem Werk „Heidi“. Die erste promovierte Juristin der Schweiz war übrigens ihre Nichte Emilie Kempin-Spyri. „Heidi“ ist mehrfach verfilmt worden und läuft heute noch hin und wieder im Fernsehen, gerade wieder. Wussten Sie, dass ihr Werk in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurde?

 

Archiv 19.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (3 von 6):

Die Frage: Welcher Autor und Friedensaktivist gewann den „Man Booker International Prize“ oder wie er heute heißt “ International Booker Prize“ aus einer Nation, die weit von friedvollen Verhältnissen entfernt ist? Der Autor kämpft weiterhin für den Frieden, auch wenn er persönlich einen sehr schlimmen Verlust ertragen musste. Bitte Vor- und Nachnahme dieser Person. Alice Munroe war es nicht. Die hat den Preis 2009 bekommen, war in unserem Sommerrätsel aber schon mal dabei.

Die Antwort: Gesucht wurde der israelische Schriftsteller David Grossmann. Den International Booker Prize haben 2017 die Übersetzerin Jessica Cohen und er für die englische Fassung seines Romans „A Horse Walks Into a Bar“ bekommen. In „Kommt ein Pferd in die Bar“ macht er die vielen ungelösten Probleme Israels zum Thema und verleiht der allgegenwärtigen Gewalt im Land eine Stimme mit einem Humor, bei dem das Lachen im Halse stecken bleibt. Es ist das erste Mal, dass der Preis an einen israelischen Autor ging. Sein persönlicher Verlust: Er verlor seinen zweiten Sohn zwei Tage vor Ende des Libanonkrieges 2006.

Archiv 12.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (2 von 6):
Die Frage:  Welcher literarischen (also nicht historischen) Person wurde als einziger bisher die Ehre zuteil, in der rennomierten New York Times einen Nachruf auf der Titelseite zu erhalten?
Bitte Vor- und Nachnahme dieser Person.

Die Antwort: Am 06. August 1975 verkündete ein Artikel auf der Titelseite der New York Times: „Hercule Poirot is dead – Famed Belgian Detective“. Sogar mit Foto. Stellt sich die Frage, wer da wohl abgebildet war, denn natürlich ist Hercule Poirot eine literarische Figur, keine historische. Tatsächlich hat Agatha Christie das Ende ihres langjährigen Protagonisten schon viel früher verfasst. Geschrieben hat sie diesen 33.ten ihrer Poirot Romane noch zu Kriegszeiten und ihn gewissermaßen für später in den Tresor gelegt. Dort lag er 30 Jahre, bevor sie ihn dann zur Veröffentlichung 1974 freigab, als sie das Schreiben als dann 84-Jährige aufgeben musste. Agatha Mary Clarissa Christie starb im Januar 1976.

Archiv 05.07.2020: Literarisches dreesen-lesen Sommerrätsel 2020 (1 von 6):
Die Frage: Das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse hat viele gute Autorinnen und Autoren hervorgebracht. Eine davon hat nur einen einzigen Roman geschrieben, und dennoch eine der wichtigsten Auszeichnungen der Literaturszene bekommen. Allerdings nicht für ihren Roman. Sie hat es nicht so mit viel und langen Worten. Wie lautet ihr Vor- und Nachnahme?

Die Antwort: Es handelt sich um Alice Munroe, eine kanadische Schriftstellerin, die 2013 den Literaturnobelpreis erhielt. Sie hat tatsächlich Bestseller geschrieben, ihr Hauptwerk besteht aber aus ca. 150 Kurzgeschichten. Sie wird gefeiert für ihre Wortwahl und auch für die Struktur ihrer Geschichten. Sie beginnt oft völlig unerwartet und entwickelt ihre Geschichte von dort aus vorwärts oder auch schon mal rückwärts.

 

Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2020 (1 von 3): "Was stimmte mit der Heiratsurkunde von Agatha Christie mit Max Mallowan nicht?" Die richtige Antwort lautet: Beide haben beim Alter gelogen und falsche Angaben gemacht, um den Altersunterschied zu verbergen. Max war 14 Jahre jünger als Agatha.

Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2020 (2 von 3): "Gesucht ist der Name einer deutschen Schriftstellerin. Nicht irgendeiner, sondern der ersten, die vom Schreiben leben konnte, u.a. mit dem ersten Bestsellerroman. Wie ist ihr Name und wie lautet ihr berühmtestes Werk?" Noch eine kleine Zusatzfrage (für's Fleißkärtchen gewissermaßen und außer Konkurrenz): Wer war ihre bekannteste Abonnentin? Ein Tip: Sie kannte Bettina von Arnim und Clemens Brentano.

Antwort: Gesucht wurde die Großmutter von Bettina von Arnim und Clemens Brentano: Marie Sophie von La Roche (1730 - 1807), Deutschlands erste Bestsellerautorin. Sophie von La Roche war häufig die Erste: Ihre "Geschichte des Fräuleins von Sternheim" (1771) war der erste deutsche Bestsellerroman. Sie setzte Meilensteine des Journalismus und brachte 1783 ihre Frauenzeitschrift "Pomona für Teutschlands Töchter" heraus, eine Sensation. Bis dahin wurden Damenjournale nur von Männern erstellt. Sie drückte aus, was viele Frauen dachten und fand damit internationale Resonanz - so las beispielsweise auch Katharina die Große "Pomona". Diese hatte für ihren Hofstaat gleich 500 Exemplare geordert. Damit wäre auch die Frage nach ihrer bekanntesten Abonnentin geklärt. Heute erinnert sich kaum noch jemand an sie.

Literarisches dreesen-lesen Osterrätsel 2020 (3 von 3): "Gesucht wird ein bekannter deutscher Autor. Er wurde mit Literaturpreisen überhäuft. Das, was ihm in seiner Kindheit widerfahren ist und die Taste Ihrer Fernbedienung mit der Beschriftung "mute" haben die gleiche Wortherkunft. Er stammt aus dem Rheinland. Finden Sie heraus, wie er heißt."

Die richtige Antwort dazu lautet: Hanns-Josef Ortheil. Er ist Schriftsteller, Drehbuchautor und gebürtig aus Köln. Mit der "mute"-Taste auf Ihrer Fernbedienung schalten Sie auf stumm. Mutismus ist psychogenes Schweigen, der Wortstamm aus dem Lateinischen: mutus = stumm, Mutismus = Stummheit.

Hanns-Josef Ortheil hat bis zu seinem siebten Lebensjahr kein Wort gesprochen, er ist mit 3 Jahren verstummt. Hintergrund dazu ist das Verstummen seiner Mustter nach dem Verlust von insgesamt vier Söhnen, was sie immer schweigsamer hat werden lassen. Er ist das fünfte Kind seiner Eltern. Sein erster Satz soll nach eigener Aussage "Gib' mal her!" gewesen sein, als er beim Fußballspielen den Ball für sich reklamierte. Die Gewinner dieses Rätsels werden wir Montag benachrichtigen.