besonderer_besuch_kopf_mitte2_100.jpg

0

dreesen-lesen_auf_instagram_250.jpg

Buchtipps - Wir lieben Bilderbücher!

Zum Thema Freundschaft gibt es natürlich schon viele gute Bilderbücher, aber nun ist dem Oetinger-Verlag ein ganz besonderes Buch gelungen. Was macht das Bilderbuch so besonders? Die Ente ist ein miesepetriges Tier, das gar kein Wasser mag (und das als Ente!). Sie will nicht rausgehen und sitzt am liebsten mit einem Buch daheim. Bis sie eines Tages ein Loch in ihrem Dach entdeckt und es auch in der Nacht noch anfängt zu regnen.

Alternativer Titel: Mein erstes Tierbuch! Ja, es sollte eigentlich ein Tierbuch sein, in dem verschiedene Tiere vorgestellt werden, wenn da nicht der freche Hund wäre. Er schafft es, sich auf jede Tierseite zu schmuggeln und allen anderen die Schau zu stehlen. Sogar mit der ganzen versammelten Tierschar nimmt er es auf. Er weiß sich einfach zu helfen, so clever und witzig er ist.

Dieses Bilderbuch ist zwar schon 2019 erschienen, verdient aber nach wie vor Beachtung. Roberta die Giraffe ist unglücklich mit ihrem langen Hals. Er ist einfach alles: zu lang, zu biegsam, zu scheckig! Sie wünscht sich einen ganz normalen Hals. Bis sie Henry die Schildkröte trifft. Henry leidet auch unter seinem Hals, aber natürlich anders als Roberta. Die Freundschaft der beiden entschädigt für alles. Ohne viel Erzähltext. Nur wörtliche Rede der beiden Tiere macht das Buch lebendig und fördert das Verständnis von anderen Menschen, äh Tieren.

Strandbär mag die Ente Lilou und umgekehrt. Die Freundschaft der beiden ist in wunderbaren Bildern fast schon poetisch gezeichnet. Alles erleben sie zusammen und können immer wieder feststellen, wie schön es ist, einen Gegenüber zu haben. Ja, bis ... der Winter kommt und ein Bär schlafen muss und eine Ente nach Süden fliegt. Ist die Freundschaft nun zu Ende...? Natürlich nicht. Echte Freunde kann eben nichts auf der Welt trennen, nicht einmal die halbe Welt. Ein im wörtlichen Sinne großes Bilderbuch über Freundschaft, Anderssein und trotzdem Verstehen. Herzerwärmend!

Nominiert für den deutschen Bilderbuchpreis! Und das zu Recht. Ein Bilderbuch im wahrsten Sinne des Wortes. Kein Text, nur Bilder. Und was für welche. Ein Schulausflug zum Mond wird zunächst für einen kleinen Träumer zur Katastrophe. Er bleibt zurück, während seine Klasse wieder zur Erde zurück fliegt. Er hat all seine Malutensilien dabei und beginnt mit den bunten Farben Dinge zu zeichnen, bis plötzlich ...

Jim Pause (toller Name) ist schlecht gelaunt und nichts bringt ihn davon ab! Keine Tricks seiner Freunde, keine Ratschläge anderer Tiere. Und schlechte Laune bleibt schlechte Laune. Auch wenn Jim noch so oft beteuert, er habe keine schlechte Laune! Die Bilder reichen schon ohne den Text aus die Gefühle perfekt darzustellen. Jeder hat mal schlechte Laune und da hilft nur es einfach auszuhalten. Bei sich und bei anderen. Morgen ist ein neuer Tag. Das Buch hat alles, was man zum Klassiker braucht. Unbedingt lesen, wenn man mal "mies drauf" ist. Petra Dreesen

Heinrich ist ein kleines Hähnchen. Krähen ist nicht wirklich Heinrichs Ding. Er soll seinem Vater nacheifern, finden alle Hähne und Hühner. Er möchte aber lieber brüten lernen, wie seine Mutter es tut. Niemand gibt ihm ein Ei, damit er üben kann. Noch nicht mal der Frosch, und der hat ganz viele davon. Dann sucht und findet er eben ein eigenes Ei. Es ist rund, liegt auf der Wiese herrenlos rum und wird von Heinrich ganz liebevoll bebrütet. Es ist (ihr ahnt es schon) ein Golfball. Das kann ja nicht gut gehen.

Ostern steht vor der Tür und der Osterhase hat seine Arbeit noch nicht fertig! Er hat nur noch einen Tag Zeit, um das Osterfest zu ermöglichen und pünktlich die Eier auszuliefern. Gott sei Dank hat er einige (nicht alle eignen sich wirklich gut) Helfer. Hühner, Gockel und ein altes Osterlamm. Können sie alle Ostern noch retten? Da gibt es den perfekt organisierten Weihnachtsmann, der dem Osterhasen ständig im Kopf rum spukt. Der Osterhase hat eine tolle Idee und er vermasselt fast alles ...

Was für ein rundum gelungenes Bilderbuch! Konrad, der Gockel auf dem Hof, macht seiner Hühnerschar weis, dass nur er mit seinem Kikeriki die Sonne herbei rufen kann. Immerhin geht jeden Morgen die Sonne auf, wenn er kräht. Bald dienen ihm alle Hühner, wie dem echten Sonnenkönig. König Konrad nutzt die Situation schamlos aus, bis die ganze Sache auffliegt. Auch wenn die Kinder noch nie etwas vom Sonnenkönig (historische Parallele) gehört haben, verstehen sie die Situation sofort. Die Bilder sprechen für sich! Bitte jeden Abend vorlesen. Petra Dreesen